Die Beantwortung dieser Frage ist im Augenblick der entscheidende Motor für viele Innovationen. Der Anspruch an Präzision und Automatisierung der Landtechnik wird zukünftig noch weiter zunehmen, damit eine optimale Bestandesentwicklung mit sicheren Erträgen und Qualitäten bei einer gleichzeitigen Reduzierung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln gewährleistet wird. 

Also: Erträge sichern, Kosten sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Somit sehen wir drei wichtige Aufgaben für unsere Kunden und uns, die sich natürlich gegenseitig beeinflussen:

Digitalisierung der Prozesse

Sinnvolle Digitalisierung für mehr Präzision, Bedienkomfort und Transparenz
 

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Amazone 4.0

AMAZONE 4.0 ist für uns der Schlüsselbegriff für die schnell zunehmende Digitalisierung und Vernetzung aller betrieblichen Abläufe in der Landwirtschaft. Er umfasst unseren jetzigen und zukünftigen Beitrag in den Bereichen Software, Elektronik und Sensorik. Teilflächenspezifische Teilbreiten- und Einzeldüsenschaltungen und der Einsatz von Applikationskarten sind bereits heute Stand der Technik und haben in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln beigetragen. 

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AmaSpot

In diesem Bereich bietet AMAZONE schon heute mit der Pflanzenschutzspritze UX-AmaSpot eine Lösung, bei der wir dank Sensortechnik und spezieller Düsentechnologie gezielt einzelne Pflanzen erkennen und behandeln können. Dabei sind in mehrjährigen Praxiseinsätzen Einsparungen von bis zu 80 % erreicht worden. Dazu präsentierten wir auf der Agritechnica neue Entwicklungen zur Einzelpflanzenerkennung und erweiterten Spotapplikation bis hin zur Feldrobotik.

Agrirouter---4
myAmaRouter-App

Planungs- und Dokumentationssysteme erfassen und verarbeiten viele Maschinen- und Arbeitsdaten für mehr Transparenz. Mit unserer myAmaRouter-App machen wir die Welt der Datendrehscheibe agrirouter für alle Landwirte und Lohnunternehmer sehr einfach und kostenlos nutzbar. Die Datenhoheit bleibt dabei immer beim Landwirt. Natürlich sind wir auch für viele andere Plattformen offen und wollen herstellerübergreifend zusammenarbeiten.

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Cenius-ZoneFinder

Um während der Bodenbearbeitung weitere Informationen über den Zustand und Begebenheiten des Bodens zu sammeln, gibt es zusammen mit der Firma exatrek, das Projekt des Cenius-ZoneFinder. Anhand von gesammelten Informationen über den Boden kann beim nächsten Bearbeitungsgang die Intensität entsprechend der Bodenstruktur angepasst werden - so tief wie nötig und so flach wie möglich.

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mySpreader-App

Zusätzlich stellten wir eine vereinfachte Maschinenbedienung durch unser neues App-Konzept vor. Wir schaffen mit dem neuen AgApp-Konzept (Agricultural-Apps) konkrete Mehrwerte für unsere Kunden. Mit Einstellhilfen wie der mySpreader-App werden wir z. B. erreichen, dass wir den Dünger, insbesondere auch Mischdünger, noch präziser an die Pflanzen streuen.

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SmartService-4.0

Mit dem SmartService 4.0 baut AMAZONE die Lern- und Schulungsprozesse im Bereich des technischen Kundendienstes weiter aus und unterstützt damit seine Vertriebspartner und Kunden bei Reparatur und Wartungsarbeiten mit Virtual- und Augmented-Reality-Technologien.

Reduzierung der Betriebsmittel

Weitere Reduzierung von Ressourcen wie Pflanzenschutz und Düngemittel 
 

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UX 5201 Super

Aus agrartechnischer Sicht gibt es keine Abgrenzung zwischen Ökolandwirtschaft und konventioneller Landwirtschaft. Die Übergänge sind fließend. Die Landwirtschaft wird wieder stärker den „Integrierten Pflanzenbau“ in den Mittelpunkt der Entscheidungen stellen: Unter Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen sollte die Anwendung von chemischem Pflanzenschutz und der Einsatz von Düngern auf ein notwendiges Maß beschränkt werden.

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Cirrus 6003-2CC auf Stoppelfeld

Die Zukunft des Pflanzenschutzes sehen wir in Kombination von vielen Maßnahmen. Angefangen bei modernisierten Anbau- und Aussaatverfahren, über die Sortenwahl, abwechslungsreichere Fruchtfolgen, den Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten bis hin zu neuen Techniken in der Präzisionslandwirtschaft.

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Schmotzer Hacktechnik

Die mechanische Pflanzenschutztechnik gewinnt dank sehr exakter Kamera-, GPS- und Steuerungstechnik und damit verbundener Leistungssteigerung in Europa wieder enorm an Bedeutung: Die Kombination aus Hacke und Bandspritze ermöglicht einen sauberen Bestand bei einer Einsparung von 40 bis 60 % an Pflanzenschutzmitteln. Wir können mit der Schmotzer-Hacktechnik die technisch führende Technik mit vielen Werkzeugmöglichkeiten für verschiedenste Kulturen und Einsatzfälle anbieten.

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AmaSelect-Spot

Im Bereich der chemischen Pflanzenschutztechnik haben wir zur Reduktion des Pflanzenschutzmittelaufwandes eine Reihe von Innovationen entwickelt. Ein Beispiel ist die AmaSelect-Spot-Düsenschaltung für eine teilflächenspezifische Unkrautbehandlung auf Basis von hochgenauen Drohnenaufnahmen.

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SmartSprayer

Mit dem SmartSprayer Gemeinschaftsprojekt ist es jetzt gelungen Unkräuter im Echtzeit-Verfahren mit Kameras (Bosch) automatisch zu erkennen, mit Hilfe einer Software (xarvioTM) auf Basis von Schadschwellen und Expertenwissen eine Applikationsentscheidung zu treffen und mit modernster Spotapplikationstechnik (AMAZONE) eine Teilflächenapplikation bis hin zur Einzelpflanze durchzuführen. Da nur dort gespritzt wird, wo nach Schadschwellenprinzip eine Behandlung nötig ist, sind Einsparpotentiale von 20 bis 60 % des Herbizidaufwands möglich.

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Precea 3000-AC

Die neue Einzelkornsämaschine Precea stellt im Bereich der Einzelkornsaat verschiedenster Kulturen nicht nur neue Maßstäbe im Bereich Bedienkomfort, Präzision und Geschwindigkeit, sondern ist auch in der Lage, Dünger mit dem System FertiSpot exakter an das Saatgut zu platzieren und damit deutlich Dünger einzusparen. Das präzise, teilflächenspezifische Ablegen von Saatgut und Dünger mit Applikationskarten wird über elektrische Antriebe sichergestellt.

Flexibilisierung der Verfahren 

Flexibilisierung der Maschinen- und Verfahrenskonzepte abgestimmt auf unterschiedliche Betriebsgrößen und Klimazonen

Nach der Ernte wird ein noch größerer Stellenwert auf der flachen Bodenbearbeitung liegen, um hier eine möglichst hohe Auflaufrate an Ausfallgetreide und Unkräutern zu bekommen. Auch die Grundbodenbearbeitung wird auf einigen Betrieben sicherlich wieder intensiver und auch der Pflug könnte zeitweise wieder mehr als erste Pflanzenschutzmaßnahme zum Einsatz kommen. Hierfür bauen wir unser Programm mit Kompaktscheibeneggen Catros, Mulchgrubber Cenio und Cenius und den Pflügen Cayros und Hektor entsprechend weiter aus.

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CatrosXL 6003-2TS
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Pflug-Cayros




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Cataya 4000 Super mit GreenDrill

Bei der Aussaat spielen dann optimale Aussaatbedingungen und eine präzise Saatgutablage eine große Rolle, um die Jugendentwicklung zu fördern. Unter gewissen Bedingungen kann dann ein engerer Reihenabstand zum schnelleren Reihenschluss und eine gezielte Untersaat eine wichtige Rolle spielen, um das Auflaufen von Unkräutern zu Unterdrücken. Ein anderer Ansatz ist hingegen die Erhöhung der Reihenabstände, um dazwischen eine mechanische Unkrautbekämpfung durchzuführen. Für alle Anwendungsfälle in verschiedensten Klima- und Bodenzonen haben wir verschiedene Einscheiben-, Doppelscheiben- und Zinkenscharsysteme für die Pflug-, Mulch- und Direktsaat entwickelt.

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Primera DMC Russland

Der Einsatz von unserer wassersparenden und erosionsmindernden Technik, wie wir sie z. B. bei Direktsaatmaschinen oder Aussaatverfahren mit streifenweiser Rückverfestigung anbieten, wird in vielen Regionen wichtiger werden und das richtige Ackerbauverfahren bestimmen.

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Cirrus 6003-2CC mit GreenDrill

Ein Musterbeispiel in Hinblick auf den vielseitigen Einsatz einer Sämaschine stellt unsere neue Cirrus-CC mit einer zweiten Förderstrecke und den zusätzlichen FerTeC-Einscheibenscharen vor dem Reifenpacker dar. Zwei Fördergüter können so unterschiedlich dosiert und platziert werden. Für den Landwirt ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten in der ackerbaulichen Nutzung. Durch die kombinierte Saatgut-Dünger-Ausbringung kann Dünger gezielt an das Saatgut platziert werden und Düngermittelaufwand reduziert werden. Gerade in Regionen mit kurzer Vegetationszeit, bei höheren Wasserdefiziten in der Vegetationszeit und bei der Frühjahrssaat spielt diese Methode weltweit zunehmend eine wichtige Rolle.

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Prinzip Cirrus-CC

Aber auch die Kombinationsmöglichkeit der Düngerabgabe im Single-Shoot- und Double-Shoot-Verfahren ist eine interessante Möglichkeit. So kann eine kleine Menge Dünger direkt über Single-Shoot ans Korn gelegt werden, was die Jugendentwicklung enorm fördert. Darüber kann zum einen mit der Cirrus-CC eine Düngung in tieferen Bodenhorizonten erfolgen sowie die Ausbringung von Futtermischungen, Gemengesaaten und Bodenbedeckungen für ein wirkungsvolles Unkraut- und Erosionsmanagement.

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Cirrus 6003-2CC

Bei Bedarf kann auch über die neue eigenentwickelte Universal-Aufbausämaschine GreenDrill 501 noch eine dritte Kultur dosiert und ausgebracht werden. Alles ISOBUS gesteuert über nur einen AmaTron 4.


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Cirrus mit Minimum TillDisc

Mit dem Wellscheibenfeld Minimum TillDisc kann die Cirrus eine Ausstattung im Bereich der vorbereitenden Werkzeuge erhalten. Im Reihenabstand von 16,6 cm können mit den Schneidscheiben direkt vor den Säscharen der Boden, Erntereste oder auch lebende Pflanzenbestände zerschnitten werden. Mit den Wellscheiben wird deutlich weniger Boden bewegt als mit konventionellen 2-reihigen Scheibenfeldern.

GO for Innovation

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Alle Produkte auf einen Blick

Mit all diesen Innovationen ist das Ziel, weiter als der Spezialist für den „Intelligenten Pflanzenbau“ global der kompetente Ansprechpartner für Landwirte, Lohnunternehmer und Maschinenringe zu sein. Deswegen arbeiten wir auch ständig weiter an der Entwicklung unserer Technik hin zu international passenden Systemketten für alle Betriebsgrößen und Klimazonen.